Die Rheinische Kirche will Pastoren als Honorarkräfte anstellen. So sollen ordinierte Theolog(inn)en ohne Pfarrstelle ihre Dienste auf Honorarbasis anbieten können. Das Modell soll fünf Jahre lang erprobt werden.
In der Synode im Januar 2009 wurde ein Modell beschlossen, wonach es möglich ist, dass ordinierte Theolog(inn)en auf Honorarbasis tätig werden können. Details dazu müssen zwar noch erarbeitet werden. Im Gespräch sind Honorare in Höhe von 160 Euro für einen Gottesdienst, 80 Euro für eine Bibelarbeit oder 30 Euro für einen Gemeindebesuch. Das Modell soll vor allem theolgischem Nachwuchs, der keine Anstellung findet, die Möglichkeit geben, sich im erlernten Beruf zu betätigen. Ferner soll dadurch kein Ersatz geschaffen werden für das normale Dienstverhältnis. Genauso wird auch der Beschluss, Theolog(inn)en als Angestellte für bestimmte Arbeitsfelder zu beschäftigen, verstanden. Kritisch gesehen wird dabei die Frage, welche Auswirkungen vor allem das Honorarmodell auf die Gemeindearbeit haben kann. Es fehlt an Kontinuität und Verlässlichkeit. Außerdem verschwimmt die Abgrenzung zum Ehrenamt. Darüber hinaus unterwandert das Modell die Verpflichtung der Kirche zur Versorgung und Unterhaltung des Predigt- und Seelsorgeamtes, wie sie bereits durch Paulus reklamiert wird.
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